Geesthof

Stammsitz der adligen Familie von Marschalck

Der alte Stammsitz der adligen Familie von Marschalck war die Cranenburg auf der Stader Seite der Oste. Nach dem Verfall der Burg zog die Familie auf den Geesthof. Hier baute sie den Wohnsitz 1566 zum Stammsitz der Familie aus: ein 2-stöckigen Gutshaus und mehrere Gutsgebäude, durch Wall und Graben und einer Zugbrücke geschützt.
1860 wurde das Gutshaus in ein Schloss umgebaut. Durch falsche Bauweise musste es bereits 1899 abgerissen werden. Übrig blieb der Marstall, auch Pferdestall, welcher als Pächterhaus diente und zum heutigen Restaurant „Raubritter“ ausgebaut wurde.   
 

Eine wichtige Einnahmequelle der Gutsherren war die Fähre Kranenburg – Geesthof. Die landschaftliche Besonderheit, der Verlauf des Geestrückens direkt bis an die Oste (Klippe Klint) machten sich schon die alten Sachsen mit einer Furt zu Nutze, um aus dem Hadler Gebiet nach Stade zu gelangen.
So bauten die Marschalcken 1573 eine große hohe Brücke über die Oste. Durch die geschlossene Gerichtsbarkeit war es möglich, Brückengeld und Wegezoll zu erheben. Zeitweilig wurde auch eine Kette über die Oste gespannt, um damit vorbeifahrende Schiffe anzuhalten. Im 30-jährigen Krieg wurde die Brücke durch die Tilly´schen Truppen zerstört. Eine Transportfähre fuhr bis Anfang des 20. Jahrhunderts und bis 1960 diente eine Kahnfähre als Verbindung zwischen Kranenburg und Hechthausen.
Der Verkehr hatte sich ohnehin auf die Landstraße nach Hechthausen verlagert, wo sich ebenfalls eine Fähre befand. Heute strebt man an, von dem neu zu errichtenden Anleger Geesthof eine für den Tourismus zu nutzende Fährverbindung wieder aufleben zu lassen.  Aus dem Hof mit seinem Schlosspark und den bis zu 250 Jahre alten Bäumen ist ein 15 ha großen Ferienpark mit Reitanlage, Freizeitgebäuden, Campingplatz und Ferienhäusern entstanden.

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